| Adam und Eva leben im Paradies aber trotzt all dem dass es dort so wunderschön ist, wird den beiden eines Tages langweilig. Deshalb machen sie sich auf den Weg zur Himmelspforte. Öffnen ganz vorsichtig einen kleinen Spalt dieser schweren goldenen Tür und schlüpfen rasch hinaus und landen auf der Milchstrasse.
Ganz geblendet vom hellen weißen Licht und von der Hitze die davon ausgeht bleiben sie wie gebannt stehen und halten die Hände vor den Augen.
„Oh wie fantastisch du leuchtest, wie hell du stahlst, wer bist du und was machst hier?“
„Ich bin die Größte und Mächtigste hier in diesen Firmament, ich bin Königin Sonne. Seht nur, alle anderen Planeten Personen drehen sich um mich. Nur durch mein Licht und meine Wärme schenke ich Kraft und Leben. Ohne mich würde hier nichts sein, nichts zum Leben erwachen. Denn ich führe die anderen hier, auf den Weg zur Seele, zur Wahrhaftigkeit. Ich bin der schöpferische Wille. Und wenn ich meine Strahlen aussende und den Kampf gewinne gegen die Mächte der Finsternis, dann beginnt das Wachstum, dann spürt ihr die Kraft und den Mut und könnt alles erreichen was immer ihr wollt. Durch mein Licht werdet ihr wach und könnt euch erfahren erleben. Aber euch habe ich hier noch nie gesehen? Wer seid denn ihr, wo kommt ihr her? Warum wisst ihr nicht wer ich bin?“
Ehrfurchtsvoll verbeugen sich Adam und Eva vor Königin Sonne. Aber da diese so hell und heiß auf die beiden Abenteuer herunter leuchtet, verabschiedeten sie sich eilig von ihr, um nicht verbrannt zu werden. Noch geblendet vom Licht und Glanz der Sonne hätten sie bald den kleinen Planet in ihrer Nähe übersehen. Eilig läuft dieser hin und her, tanzt, redet und erzählt. Dann wieder springt er auf und ab, nebenbei liest er noch ein Buch und Selbstgespräche führt er auch. „Hey Kleiner, hör mal, wer bist du denn?“ „Ich, ich heiße Merkur, kennt ihr mich nicht?“
Noch nie haben Adam und Eva eine Person gesehen die Schuhe und einen Helm mit Flügel trägt. „Kommt setzt euch her ich erzähle euch eine Geschichte von mir, weil ich bin, wer ich bin. Ich bin der Bote zwischen Innen und Außen, dem Unbewussten und Bewussten. Ich vermittle die Wirklichkeit dass ihr begreift um was es geht. „Du bist wirklich lustig, mit dir wäre es noch schöner im Paradies“ ruft Adam kurz dazwischen. „Was soll ich im Paradies, so schön wie hier kann es dort gar nicht sein. So frei und so viel Platz und noch dazu eine so große Unendlichkeit, gibt es dort sicher nicht“. Ein wenig enttäuscht ist Adam schon, dass er diesen interessanten Mann nicht überreden kann mit ihnen zu gehen. Denn was weiß dieser Merkur schon vom Paradies. Dann aber nimmt er Eva bei der Hand und sie bummeln weiter der Milchstrasse entlang.
Plötzlich bleibt Eva der Mund offen, so einer Schönheit ist sie noch nie begegnet. „Wie schön du bist mit diesen glitzernden Diamanten um deinen Hals und mit deinem farbenprächtigen fließendend Kleidern und deine Haare wie sie glänzen im Sternenlicht. Oh, diese Tücher die dich umhüllen und umgeben, als wärst du ein kostbares Gemälde. Du bist sicher noch eine Königin hier in diesen Universum“? „Ja warum nicht, denn mein Name ist Venus erkennst du mich nicht“? Venus betrachtet sich ganz entzückt im Spiegel und isst dabei genüsslich rote und weiße Trauben. „Ich bin die Hingabe, der Genuss, die Sehnsucht und das Verlangen. Ich bin die Liebe, der Kuss und die Leidenschaft. „Hättest du nicht Lust aufs Paradies“, fragt Eva die Venus „ich will lernen und spielen mit dir“? „Ach weißt du, für das hab ich keine Zeit, meine Muse ist die Schönheit und Kunst, such dir wem anderen als Spielgefährtin. Wenn du aber unbedingt bei mir bleiben willst, kannst du meine Dienerin sein“. Eva schnaubt ganz verächtlich über so eine Frechheit und reißt Adam mit sich, der mit offenen Mund von der Schönheit dieser Venus Person wie geblendet ist.
Auf einen runden schillernden Stein sitzt ein kleines Kind, fast noch ein Baby. „Endlich seid ihr gekommen, hab schon ewig gewartet auf euch. Jetzt bekomme ich die ersehnte Geborgenheit. Mir ist hier immer so kalt und ich bin so alleine, hüllt mich ein mit euren Armen, ich will mit euch gehen bitte, bitte nehmt mich mit. Ich brauche unbedingt eure Liebe und Wärme damit ich mich spüre und nicht nur träume“. Eva empfindet ein tiefes Mitgefühl für dieses kleine Etwas und nimmt den zarten Mond auf den Arm. Voller Hingabe und Liebe streichelt sie seine Wangen und wischt ihn die Tränen aus den Augen.
Aber was ist mit Adam passiert, sein Gesicht ist plötzlich ganz rot geworden vor Eifersucht und Zorn. Und wäre dabei fast mit dem roten Krieger zusammen gestoßen. „Hey, pass doch auf, so was tollpatschiges hab noch nie erlebt“! Muskulös und tapfer wie zum Kampf bereit steht er vor Adam. „Du willst dich doch nicht etwa mit mir messen, du willst Krieg, oder bist du gekommen meine Kraft zu huldigen“? Adam geschockt aber ganz fasziniert von diesen roten Ritter mit gewaltiger Manneskraft. „Edler Ritter ich bewundere ihre starken Muskeln, auch Mut scheint ihr zu haben. Es wäre für mich eine Ehre wenn ihr mitkommen würdet ins Paradies“? „Was soll ich Mars, der Krieger, der alle Schlachten gewinnt, im Paradies? Finde ich denn dort Hindernisse, oder Kriege? Ich brauche Konflikte die ich bewältigen muss? Schaut euch doch an, für mich seid ihr keine Herausforderung“?
„So ein Angeber“ sagt eine heißere Stimme im Hintergrund. Und Adam hätte bald die Zunge verschluckt, so gewaltig groß war dieser Planet im purpurfarbenen Gewande. „Ich bin viel mächtiger als dieser kleine rote Wicht. Denn ich entscheide was richtig ist, ich bin das hohe Gericht, die Brücke zwischen Himmel und Erde. Ich Zerstöre nur das was nicht glücklich macht. Ich wecke den Trieb, den unstillbaren Drang zu lernen damit der geistige Horizont sich erweitern kann. Durch mich erkennt ihr die Wahrheit, den Sinn und alles was die Zukunft bringen wird.“ Ehrfurchtvoll verbeugen sich Adam und Eva vor dieser großen einflussreichen Gestalt und fragen verschüchtert nach seinen Namen. Dieser legt ihnen aber ganz beschwichtigend die Hände auf den Kopf, zerzaust ihre Haare und sagt mit seiner mächtigen Stimme. „Mein Name ist Jupiter“! Vor so viel Energie und geistiger Macht wären Adam und Eva fast über einen alten runzligen knochigen Planten gestolpert. Mit seinem grauen wallenden Haar und einen Bart der bis zu den Zehen reicht, sitzt er auf einen gewaltigen Felsen. „Was wollt ihr hier, wisst ihr überhaupt euer Ziel euren Weg? Habt ihr diesen gut geplant und erarbeitet? Denn wisset, jeder braucht ein Ziel in seinen Leben. Und muss finden die höheren Ideale. Einschränkung und Zwang die wird es nicht mehr geben. Weil jeder wissen muss ob er will oder nicht, dass Verantwortung wichtig ist in seinen Leben“.
Eva kichert verhalten über so viel Strenge und Ernsthaftigkeit. Von alldem will sie überhaupt nichts hören. „Adam, ich glaub ich geh wieder zurück in unser Paradies?“ Aber Adam will jetzt nicht aufgeben und zieht Eva weiter, der Milchstrasse entlang.
Plötzlich wie aus dem Nichts, steht ein hellblauer Planet mit einer bunten Zipfelmütze auf den Kopf vor ihnen. Seine Schuhe sind so groß und so spitz in die Höhe gerichtet, dass sie fast an seiner Nasenspitze anstoßen. „Gott sei dank, seid ihr weiter gegangen, damit habt ihr eine große Hürde überwunden. Adam ich gratuliere dir, du bist gerade über dich selbst hinaus gewachsen und bist auf den Weg zur Unendlichkeit und Freiheit. Alles ist nun möglich für dich und Eva, nichts gibt es mehr was euch aufhalten kann. Ich bin der große Befreier der euch zu durchgreifenden Veränderungen hin führen wird. Durch mich wird unmögliches möglich“. Adam und Eva sind noch ganz fasziniert von dieser lustigen verrückten Person und bemerken gar nicht dass sie sich im dichten Nebel verirrt haben. „Hallo Eva, wo bist du, ich kann dich nicht mehr sehen, sag doch was, damit ich dich höre und weiß wo du bist. Hast du dich versteck? Alles ist so leicht und so traumhaft hier. So wolkig, sanft und duftig. Hey weiß hier jemand wo wir sind“?
„Ihr seid bei mir gelandet, haucht Neptun. Ich bin die Unendlichkeit, das Nichts das sich nicht greifen lässt, weil es nichts zu greifen gibt. Mit mir bekommt ihr Flügel damit ihr durch die Träume fliegen könnt. Also lasst euch fallen in die Schwerelosigkeit.“
Nein fallen lassen das ist nicht gut, das macht Angst und unsicher, das ist nicht einfach für Adam und Eva und deshalb sind sie erleichtert dem Nebel entronnen zu sein. Von der langen Wanderung erschöpft sitzen sie jetzt am Ende der Milchstraße und betrachten die vielen Sternen und Lichter in diesen einmaligen einzigartigen Universum. Sie haben sich schon damit abgefunden dass ihre Abenteuerreise jetzt vorbei ist.
Aber dann erblicken sie weit, weit weg vor ihnen noch einen Planeten. Er ist fast nicht zu erkennen und es scheint nicht einfach zu sein dort hin zu gelangen. Denn sie müssten die Finsternis überwinden. „Ich glaube wir gehen jetzt wirklich wieder zurück ins Paradies sagt Eva und schmiegt sich wohlig an Adam. Dieser Planet ist einfach zu weit für uns weg, meinst du nicht?“
Wie aus dem Nichts vernehmen sie eine Stimme die unwirklich hallt. „Was seid ihr nur so fixiert auf euer Paradies. Dort gibt es nichts mehr zu erleben und zu erfahren. Hier ist etwas was ihr noch nie gesehen habet. Vertraut mir, denn mein Name ist Pluto. Ich helfe euch beim loslassen des Alten dann kann kommen was will es ist das Neue. Kommt, kommt her zu mir ins wahre, ins einzige Paradies, das euch erwartet. Habt keine Angst vor den düsteren Gestalten und Dämonen denen ihr begegnet. Stellt euch der Macht, denn nur so werdet ihr das wahre Paradies erleben.“
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